Hier unterscheidet man zwischen der
Risikolebensversicherung,
die für relativ wenig Geld eine hohe Absicherung bei Tod bietet. Man zahlt nur eine Risikoprämie, bei Ablauf der Police gibt es kein Geld zurück. Geeignet ist sie für junge Familien, bei der die wirtschaftliche Existenz bei Ausfall des Hauptverdieners gesichert werden soll, und bei der Absicherung von Krediten z.B. beim Erwerb von Hauseigentum.
und der
KapitallebensversicherungSie ist nach wie vor der Favorit der Deutschen bei der Altersvorsorge. Die Lebensversicherung gilt als ein koservatives und langweiliges Produkt. Viele Aktionäre wären aber heute sicher froh, wenn sie, statt modern und aufregend ihr Geld zu verzocken, etwas defensiver gewesen wären. Im Prinzip besteht die
Lebensversicherung aus einer Risikoversicherung auf den Todesfall und einem Sparplan. Vorteil der Kapitallebensversicherung ist die relativ hohe Sicherheit der Geldanlage, Nachteile sind die magere Rendite, die schlechte Verfügbarkeit und die hohen Verluste bei vorzeitiger Auflösung des Vertrags. Beim garantierten Zins von 3% muss man beachten, dass sich dieser Zins nur auf den so genannten Sparanteil bezieht. Trotzdem konnten im Vergleich zu Aktienanlagen die Versicherer in den
letzten Jahren einiges gut machen. Immerhin hat der Anleger nicht die Verluste wie z.B. mit der T-Aktie hinnehmen müssen. Unternehmen mit hohen Reserven, die auf ihre Kapitalanlagen eine hohe Rendite erwirtschaftet und bei den inneren Kosten durch Sparsamkeit glänzt, können empfohlen werden. Bei den Beispielsrechnungen gehen die Versicherer von Renditen zwischen 6%-7% aus. Dabei werden die tatsächlichen Auszahlungen der letzten Jahre hochgerechnet. Da die letzten Jahre aber nur einen
geringen Ertrag am Kapitalmarkt erlaubten, sind bei einigen Versicherungen die Reserven knapp geworden. Deshalb sind auch die Reserven eines Versicherers bei Vertragsabschluss von großer Bedeutung.
Diese Grafik zeigt, was aus 10 000€ in 30 Jahren wird, wenn sich der durchschnittliche Zinssatz bei 6% oder bei 8% beläuft. Langfristig ist eine Anlage in Aktien, Aktienfonds oder Fondversicherungen einer niedrigverzinsten Anlage vorzuziehen. Daran ändert auch ein kurzfristiger Verlust bei Börsenschwäche nichts.
Die klassische Kapitallebensversicherung gilt wegen ihrer Nachteile praktisch als tot.